Teaser Cryo Treatment
at -110 °C
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Anwendung der Ganzkörperkältetherapie in der Kältekammer bei −110 °C

Anmerkung: Die Ausführungen auf dieser Homepage sind inhaltlich dem Buch "Kraft aus der Kälte" von Prof. Papenfuß mit freundlicher Genehmigung des Verlags Edition K entlehnt.

Der Author weißt in seinem Buch ausdrücklich darauf hin, dass die Inhalte in keinem Fall eine sorgfältige ärztliche Indikationserstellung und Betrachtung der in den einzelnen kältetherapeutischen Zentren getroffenen Sicherheitsvorkehrungen sowie die ärztliche Verordnung der Ganzkörperkältetherapie in Verbindung mit anderen Behandlungen ersetzt.

 

Die Indikationsliste für die Ganzkörperkältetherapie wurde in den letzten Jahren auf der Grundlage theoretischer Erkenntnisse sowie klinischer Studien und Erfahrung immer besser begründet und auch erweitert (35). Die Auffassungen zu einigen Indikationen sind in den kältetherapeutischen Zentren aber durchaus noch nicht einheitlich.

Die dem Buch entlehnte Indikationsliste (Abbildung 4.1) enthält somit einerseits Krankheiten, bei denen die Ganzkörperkältetherapie hinreichend erprobt ist, wie zum Beispiel entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Arthrosen (degenerativ-rheumatische Erkrankungen) und chronische Schmerzen unterschiedlicher Ursache. Andererseits wurden Erkrankungen beziehungsweise gesundheitliche Störungen aufgenommen, bei denen zwar klinische Erfahrungen mit positiven Behandlungsergebnissen vorliegen, die aber teilweise noch unterschiedlich beurteilt werden. Das betrifft zum Beispiel das Asthma bronchiale, die angeführten Hautkrankheiten, die zentrale Muskelspastik sowie Störungen des zentralen Aktivitätsniveaus. Einige der analysierten Indikationsspektren enthalten weitere Erkrankungen (Neuralgien, Zustände nach Schlaganfall, Kollagenosen und einige weitere Autoimmunkrankheiten), die nicht in die Erörterung einbezogen werden.

Es bleibt weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen vorbehalten, die noch mit Zweifeln behafteten Indikationen besser zu begründen oder auch auszuschließen. So gesehen sind die hier aufgenommenen Indikationen optional, und die Anwendung der Ganzkörperkältetherapie muss in jedem Einzelfall ärztlich geprüft werden.

Einen besonderen Platz nehmen die leistungssteigernden Effekte der Ganzkörperkältetherapie ein. Sie werden im Buch in einem gesonderten Kapitel behandelt.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat die Ganzkörperkältetherapie in Ihre "Klassifikation therapeutischer Leistungen in der medizinischen Rehabilitation" aufgenommen. Sie ist für die Indikationen "Entzündliche Gelenkerkrankungen und Schmerzsyndrome" mit den Therapiezielen "Verminderung der entzündlichen Aktivität, Schmerzreduktion, Funktionsverbesserung" vermerkt.  

  1. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen mit Hauptmanifestation an den Gelenken (Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew)
  2. Degenerativ-rheumatische Erkrankungen (Arthrosen großer und kleiner Gelenke, auch vor und nach endoprothetischer Versorgung, postoperative Ödeme)
  3. Hals- und Lendenwirbelsäulen-Syndrome (Diskopathien, Lumbago, Ischiassyndrom), auch prä- und postoperativ
  4. Tendopathien (Tennisellenbogen, Entzündungen der Achillessehne, Fersenschmerz)
  5. Chronische Schmerzzustände, auch primäre Kopfschmerzen, Schmerz- und Stressverarbeitungsstörungen (Fibromyalgie)
  6. Gestörte Regulation des Muskeltonus (Spastik) bei Infantiler Zerebralparese, Multipler Sklerose, Muskelverspannungen, Muskelverhärtungen
  7. Stumpfe Traumen der Gelenke und der Muskulatur
  8. Schuppenflechte ohne und mit Gelenkbeteiligung
  9. Atopische Dermatitis (Neurodermitis), Asthma bronchiale
  10. Muskuläre Ermüdungserscheinungen
  11. Gleichgewichtsstörungen, Störungen der Bewegungskoordination
  12. Störungen des zentralen Aktivitätsniveaus (zentrale Ermüdungserscheinungen, Burn-out-Syndrom, sympathikotone, parasympathikotone und depressive Reaktionslagen, nichtorganische und schmerzbedingte chronische Schlafstörungen)
  13. Allgemeine psychophysische Leistungsminderung
  14. Immunreaktionsstörungen, ausgelöst durch extreme muskuläre Beanspruchungen, alters- beziehungsweise stressbedingte Funktionseinschränkungen des Immunsystems
  15. Primäre hypotone Kreislaufregulationsstörungen

(Abbildung 4.1)